LPG Biomarkt - Willkommen im Bio-Paradies

Aktuelles

Info zu den aktuellen Bio-Betrugsmeldungen aus Italien

Liebe Kundinnen und Kunden,

vermehrt berichtet die Presse von einem größeren Bio-Betrugsfall in Italien. Es soll eine Betrügerbande festgenommen worden sein, die konventionelle Lebensmittel in biologische umdeklariert hat.
Wir haben deshalb unsere italienischen O&G- und Trockenlieferanten befragt, ob es dazu Verstrickungen zu unseren Produkten gäbe, was bisher eindeutig verneint wurde.
Von unseren Vorlieferanten, die teilweise Rohwaren für verarbeitete Produkte aus Italien beziehen, erhielten wir bisher ebenfalls negative Rückmeldungen.

Nach bisherigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass wir von diesem Betrugsfall nicht betroffen sind.
Wir werden die Warenflüsse weiter kritisch prüfen und Sie falls erforderlich umfangreich informieren.

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Presse- und Medienberichte

Presseinformationen der LPG-Biomarkt

Buntes Kinder- und Frühlingsfest

Presse-Info April 2008

Der LPG BioMarkt am Mehringdamm 20 veranstaltet am Samstag den 10. Mai 2008 ein großes Kinder- und Frühlingsfest. Von 10 – 19 Uhr können die Besucher zahlreiche Aktionen, Spiele und Verkostungen rund um das Thema Bio genießen. Außerdem gibt es ein attraktives Kulturprogramm mit Live-Musik für Kids wie auch Erwachsene, Tanz- und Theateraufführungen sowie eine Tombola.

„Im Frühjahr und Sommer kommt die Hälfte unserer Frischwaren wieder aus dem Berliner Umland“, freut sich Geschäftsführer Werner Schauerte und ergänzt: „Das ist doch Grund genug zu feiern!“

Informationen über Ökolandbau in der Region und Weiterverarbeitung vor Ort, Verkostungen aller Art und Weinproben warten auf den Besucher. Musikalisch in die Beine gehen wird der Sound der rumänischen Gypsy-Brass Band „Fanfara Kalashnikov“ und der Sambatruppe „Drum Kitchen“. Speziell für Kinder treten „Woffelpantoffel“ sowie ein Puppentheater auf.

Außerdem können sich die Kids mit verschiedenen Kinderspielen vergnügen. Und wer etwas lernen möchte, ist auf dem Fest auch richtigrichtig: Eine mobile Bäckerei zeigt die Kunst des Brotbackens, Bio-Fleischer berichten von artgerechter Tierhaltung und ein Glücksrad vermittelt spielerisch Bio-Wissen. Für Groß und Klein gleichermaßen attraktive Preise gibts in der Tombola: Hauptpreis ist eine Reise auf ein Bio-Weingut. Die Einnahmen aus dem Losverkauf gehen an den Kindernotdienst Kreuzberg.

LPG BioMarkt Mehringdamm 20, 10961 Berlin-Kreuzberg
U-Bhf Mehringdamm oder Hallesches Tor
www.lpg-biomarkt.de

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LPG eröffnet neue Filiale in SO 36

Presse-Info März 2008

Die LPG BioMarkt GmbH, die in Prenzlauer Berg Europas größten Biosupermarkt betreibt, expandiert weiter: am 20. März eröffnet sie im Herzen Kreuzbergs die 4. Filiale. Auf knapp 500 qm Verkaufsfläche wird ein riesiges Sortiment an Bioprodukten angeboten. Ein Backshop sowie ein kleines Café runden das Angebot ab.

Die LPG wird ihr erfolgreiches Konzept weiterführen. Die meisten der 18.000 Produkte, die die LPG gelistet hat, stehen auch in der neuen Filiale zur Verfügung. Frischwaren werden vorranig aus dem Umland bezogen. „Damit fördern wir nicht nur die Öko-Landwirtschaft in Brandenburg, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt durch kurze Lieferwege“, erklärt Ludwig Rieswick, Geschäftsführer der LPG BioMarkt GmbH. Für Rieswick ist es somit selbstverständlich, dass die LPG der erste Handelspartner der Charta „fair & regional. Bio Berlin-Brandenburg“(www.fair-regional.de) ist, einem Zusammenschluss Brandenburger Bio-Hersteller und -Verarbeiter.

Aber nicht nur kulinarisch ist für das Kundenwohl gesorgt, auch Naturkosmetik und -waren gibt es in großer Zahl. Von Aloe Vera bis zur Zinksalbe, vom Waschmittel bis zum Rasierpinsel: alles natürlich in Bio-Qualität. Auch Produkte für Babys und Kinder sind reichlich vorhanden.

Die Eröffnung wird am (Grün-) Donnerstag, den 20.3. und am Samstag, den 22.3. jeweils ab 10 Uhr vor und in der Reichenberger Straße 37 gefeiert. Kinderspiele, verschiedenste Verkostungen, Weinproben, Freigetränke und -würstchen und vieles mehr wird den Gästen geboten.

Ab 20. März 2008:

LPG BioMarkt Reichenberger Staße
Reichenberger Straße 37 ( U-Bhf Kottbuser Tor oder Görlitzer Bhf.)
Öffnungszeiten: Mo - Sa 9 - 21, Backshop ab 7 Uhr
www.lpg-biomarkt.de

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Buntes Erntedankfest in Europas größtem Biomarkt

Presse-Info September 2007

Der LPG-BioMarkt in der Kollwitzstraße 17 (Prenzlauer Berg) feiert am 29. und 30. Sept. 07 ein großes Erntedankfest. Samstag von 10 - 21 Uhr und Sonntag von 13 - 20 Uhr erwartet den Besucher zahlreiche Aktionen und viele Attraktionen rum um das Thema Bio.

„Mit dem Erntedankfest feiern wir unsere Verbundenheit zu den Branden-burger Bauern. Die Gäste sollen erinnert werden, woher die leckeren Sachen in den LPG-Regalen eigentlich stammen und wie sie zu schmackhaften und gesunden Bio-Produkten werden“ sagt Geschäftsführer Werner Schauerte.

Informationen über Ökolandbau und Weiterverarbeitung aus erster Hand, Verkostungen aller Art, diverse Wein- und andere Getränke erwarten den Besucher. Musikalisch in die Beine gehen wird der Sound der Gypsy-Brass Band „Fanfara Kalashnikov“. Speziell für Kinder tritt die „Mukketierbande“ auf, die Tiere eines Bauernhofs musikalisch vorstellt.

Und wie immer bei der LPG wird auch viel für Kinder geboten. Die Kids können sich vergnügen mit Karusell- oder Traktorfahren, Pferdekutschen-fahrten durch den Kiez unternehmen oder Aufführungen von Kindern bestaunen. Kleine KünstlerInnen zeigen z. B. orientalischen Tanz, Flamenco oder Einradkünste. Und wer etwas lernen möchte, ist auf dem Fest auch richtig. Eine mobile Bäckerei zeigt die Kunst des Brotbackens, Bauern berichten z. B. von der Obst- oder Getreideernte und ein Glücksrad vermittelt Bio-Wissen.

PS: Kein Druckfehler: Das LPG-Erntedankfest findet eine Woche vor dem kalendarischen Erntedankfest statt!

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Bio-Spitzenkoch in Europas größtem Biomarkt tätig

Presse-Info 27.07.2007

Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger hat für das BioBistro der LPG in der Kollwitzstraße ein neues Gastro-Konzept entwickelt und umgesetzt. Der mehrfach Preis gekrönte Koch aus München setzt auf taufrische, regionale Zutaten, die vor allem nach saisonalen Gesichtspunkten ausge-wählt werden.

Neu im derzeit etwa 80 Gäste fassenden BioBistro ist das so genannte Front-cooking. Das heißt, der Gast schaut zu, wie sein Essen á la minute frisch zubereitet wird. „Die LPG steht grundsätzlich für absolute Frische und bevorzugt immer regionale Produkte. Deshalb war es für uns naheliegend , dies auch im Gastrobereich umzusetzen und uns die Dienste eines erfahrenen Bio-Kochs zu sichern, der dieselben Prinzipien vertritt“, erklärt Geschäftsführer Ludwig Rieswick die neue Kooperation. Konrad Geiger, Restaurantbesitzer aus Fürstenfeldbruck, Bio-Consulter und Mitglied der Vereinigung „Bio-Spitzenköche“ ergänzt: „Biologisch einwandfreie Rohstoffe sind für mich ein Muss, egal in welcher Preisklasse ich koche. Zudem lege ich großen Wert auf eigene Herstellung, so mache ich in meinem Restaurant z. B. sogar Brot oder Ketchup selbst.“

Herzstück des neuen Angebots ist die „Pasta-Station“. Der Gast kann täglich sozusagen im Bau-kastensystem zwischen etwa vier Pastasorten und vier Saucen/Pestos wählen. Eine Kombination ist immer vegan und eine glutenfrei. Die Pasta wird direkt vor dem Verzehr getaucht. Zudem werden jeden Tag ständig wechselnd zwei vegetarische, ein veganes, ein glutenfreies sowie ein Fleisch-gericht auf der Speisenkarte stehen. Sehr variantenreich ist auch das Salatangebot. Es reicht von fertigen Salaten (z. B. griechischer Bauernsalat) bis hin zu selbst wählbaren Zutaten und Dressings.

Das BioBistro öffnet Montags bis Samstags von 11 bis 21 Uhr. Innen stehen 32 Sitzplätze zur Verfügung. Der Außenbereich hat derzeit etwa 50 Sitzplätze zur Straße hin. Im Herbst kommen weitere Plätze im begrünten Hofgarten dazu. Hier können Eltern ihre Kinder auch mal aus den Augen lassen, ohne das Gefahr durch den Straßenverkehr droht.

Im BioBackshop, der im Eingangsbereich des Biomarktes liegt, gibt es jetzt ab 7 Uhr ein Frühstücksangebot. Frisch zubereitet werden z. B. Birchermüsli oder Obstsalat gereicht. Außerdem steht eine große Auswahl an belegten Backwaren sowie heißen Getränken zur Verfügung. Für alle Eiligen, die ohne Frühstück aus dem Hause hetzen, hat die LPG das erste „U-Bahn-Bio-Frühstück“ kreiert: Belegtes Baguett und ein Milchkaffee to go zum Preis ab 3,50 €.

Mehr Infos zum Bio-Spitzenkoch Konrad Geiger unter

www.bio-feinschmecker.de oder www.bio-spitzenkoeche.de

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Europas größter Biomarkt in Prenzelberg

Presse-Info April 2007

Die LPG BioMarkt GmbH, die in Kreuzberg den derzeit größten Biosupermarkt Europas betreibt, expandiert weiter: Am 5. Mai eröffnet in Prenzlauer Berg ihre vierte Filiale. Auf 1.600 qm reiner Verkaufsfläche über zwei Etagen entsteht in dem gerade fertig gestellten Neubau in der Kollwitzstraße 15 nun der aktuell größte Biomarkt in Europa. Der neue Laden, der an ein Kaufhaus erinnert, wird vor allem bei Kinderartikeln führend sein.

Der LPG BioMarkt wird sein erfolgreiches Konzept weiterführen. „Für unsere Kunden heißt das, dass sie 18.000 Bioprodukte zur Auswahl haben, allein über 200 Sorten Wein oder 180 verschiedene Käsesorten. Frischwaren be-ziehen wir vorrangig aus dem Umland. Damit fördern wir nicht nur die Öko-Landwirtschaft in Brandenburg, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt durch kurze Lieferwege“, erklärt Ludwig Rieswick, Geschäftsführer der LPG BioMarkt GmbH. Für Rieswick ist es somit selbstverständlich, dass die LPG der erste Handelspartner der Charta „Bio regional & fair Berlin-Brandenburg“ ist, einem Zusammenschluss Brandenburger Bio-Hersteller und –Verarbeiter.

Aber nicht nur kulinarisch ist für das Kundenwohl gesorgt, auch Naturkosmetik und -waren gibt es reichlich. Von Aloe Vera bis zur Zinksalbe, von Waschmittel bis zum Rasierpinsel, vom Pullover bis zum Strampelan-zug: Alles wird in bester Bio-Qualität angeboten. Im geburtenstärksten Bezirk Europas wird ein besonderes Augenmerk auf Angebote für Kinder gelegt. So gibt es im Erdgeschoss eine Krabbel- und Spielecke für Kleinkinder. In der ersten Etage wartet auf Kids ab fünf Jahren ein großer Spiel- und Erfahrungsbereich, in dem auch mal ein Bäcker etwas über die Herstellung eines Bio-Brotes erzählt. „Bei uns gibt es das umfangreichste Sortiment an Kinderartikeln, das es je in einem Biomarkt gegeben hat“, ergänzt Mitinhaber Werner Schauerte.

Die Filiale direkt am Senefelder Platz beherbergt außerdem ein Café und ein BioBistro. Auf 40 Plätzen im Innenbereich und 64 open-air-Plätzen werden täglich wechselnde Mittagsmenüs sowie viele Standards angeboten.

Wichtig für die LPG ist die Verankerung im Kiez. „Wir stellen zu Beginn gleich 38 neue Mitarbeiter ein, die vorrangig aus der näheren Umgebung kommen“, sagt Werner Schauerte. Außerdem sind Kooperationen mit sozialen Einrichtungen wie dem angrenzenden Abenteuerspielplatz sowie Kitas und Schulen geplant.

Die Eröffnung wird am Samstag, 5.5. ab 9 Uhr und am Sonntag, 6.5. ab 13 Uhr gefeiert. Live-Musik, Salsavorführungen, Kinderüberraschungen, verschiedenste Verkostungen und Weinproben, Freibier und vieles mehr werden den Gästen geboten.

Ab 5. Mai 2007:

LPG BioMarkt Kollwitzstraße
Kollwitzstraße 15 (U-Bhf Senefelder Platz)
50 Parkplätze in der Tiefgarage

Öffnungszeiten:

Mo – Sa 9 – 21 Uhr, Backshop ab 7 Uhr
www.lpg-biomarkt.de

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LPG BioMarkt übernimmt Spar-Filiale in Charlottenburg

Presse-Info November 2006

Die LPG BioMarkt GmbH, die am Mehringdamm 20 Europas größten Biosupermarkt betreibt, übernimmt am 15. Dezember 2006 eine Filiale von Spar in Charlottenburg. Neben der 600 qm großen Verkaufsfläche am Kaiserdamm 12 werden auch alle Spar-Mitarbeiter in den neuen Biomarkt übernommen.

Der LPG BioMarkt wird sein erfolgreiches Konzept weiterführen. „Für unsere Kunden heißt das, dass sie mehr als 10.000 Bioprodukte zur Auswahl haben, allein zirka 200 Sorten Wein oder 180 Sorten Käse. Frischwaren beziehen wir vorrangig aus dem Umland. Damit fördern wir nicht nur die Öko-Landwirtschaft in Brandenburg, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt durch kurze Lieferwege“, erklärt Werner Schauerte, Geschäftsführer der LPG BioMarkt GmbH.

Aber nicht nur kulinarisch wird für das Kundenwohl gesorgt, auch Kosmetik und Naturwaren werden reichlich angeboten. Von der Sonnenmilch bis zum Schnuller, vom Spülmittel bis zum Strampelanzug: alles da und natürlich immer mit Ökosiegeln ausgezeichnet.

In der Filiale am Kaiserdamm wird es auch ein kleines Café und eine Snackbar geben. Mit wechselnden kleinen Gerichten werden die Mitarbeiter der umliegen-den Unternehmen angesprochen, sich in der Mittagspause gesund und trotzdem lecker zu ernähren.

Wichtig für die LPG ist die Verankerung im Kiez. „Wir übernehmen fünf Sparmitarbeiter und schaffen zusätzlich zirka 15 neue Arbeitsplätze im Dankelmann-Kiez“ sagt Schauerte. Außerdem sind Kooperationen mit sozialen Einrichtungen sowie Einzelhändlern vor Ort geplant.

Ab 15.12.2006:
LPG BioMarkt Kaiserdamm
Kaiserdamm 12 (U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz und Kaiserdamm)
Öffnungszeiten: Mo – Sa 9 – 20 Uhr, Backshop ab 7 Uhr
www.lpg-biomarkt.de

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Berichte in Zeitungen und Zeitschriften

Bio einkaufen, Bio spielen (Berliner Morgenpost, 10.10.2009)

Die arme Frau ist hochrot im Gesicht. Ihre dreijährige Tochter liegt auf dem Boden in Gang zwei und tobt, weil sie ein Überraschungsei und eine Barbie-Zeitschrift will. Die anderen Kunden schweigen betreten und fahren im Bogen mit ihrem Einkaufswagen um das wütende Kind. Die Mutter schwitzt.

Hastig rafft sie die Sachen zusammen, die sie unbedingt braucht. Butter, Milch, ein paar Würstchen, dann nichts wie raus aus dem Supermarkt.

Auf solche unterhaltsamen Szenen wartet man in der LPG am Mehringdamm vergeblich. Hier ist nicht nur alles Bio, sondern auch alles total entspannt. Während die Eltern in aller Ruhe den Wagen vollpacken, verziehen sich die Kinder in die Spielecke. Dort gibt es Bücher, Spiele und einen Kaufmannsladen mit Miniatur-Bio-Produkten.

Manche Kinder flitzen lieber mit Mini-Einkaufswagen durch den Markt. Anna (3) hat die Kurve ein bisschen zu eng genommen und kracht kurz vor der Fleischtheke mit Henriette (4) zusammen. Beide Wagen kippen um, Gummibärchen, Orangen und Äpfel kullern durch den Laden. Anna reibt sich die schmerzende Stirn. Eine freundliche Mitarbeiterin kommt herbeigelaufen, bringt etwas zum Kühlen, andere Kunden sammeln die Einkäufe der Bruchpiloten wieder ein. Anna weint ein bisschen. "Ich muss auch mal Pipi" sagt sie plötzlich unglücklich. Kein Problem. Eine Kundentoilette gibt´s in der LPG auch, mit Wickeltisch.

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Berlins bestbestückte Biomarkt-Gegend (Berliner Zeitung, 11.05.2007)

Berliner Zeitung, 11.05.2007, von Sabine Nöbel

Neues Bio-Kaufhaus am Senefelderplatz, Ökomarkt am Kollwitzplatz, Biosupermärkte an der Schönhauser

Berlins bestbestückte Biomarkt-Gegend

"20000 Besucher sind letztes Wochenende zur Eröffnung unserer Filiale am Senefelderplatz, unserer vierten in Berlin, geströmt," erzählt Ludwig Rieswick, Geschäftsführer der LPG BioMarkt GmbH, überwältigt. Viele Familien mit Kindern seien darunter gewesen. Schließlich hätte man in dem aktuell größten Biomarkt Europas im geburtenstärksten Bezirk auch besonderes Augenmerk auf ein umfangreiches Sortiment an Kinderartikeln von Creme über Strampler bis Spielzeug gelegt. Auch die Spielecken hier haben sich schon bewährt. Der 2-Etagen-Markt im Neubau an der Kollwitzstraße bietet auf 1600 qm Verkaufsfläche 18000 Bioprodukte, allein über 200 Sorten Wein und 180 verschiedenen Käsesorten. Bäcker, Café und Bistro mit Mittagsmenüs ergänzen die Bio-Offensive. In den ersten Tagen kamen dann täglich 2000 Kunden, so Rieswick.

Wer rund um Kollwitzplatz, Kulturbrauerei und Wasserturm in Prenzlauer Berg wohnt und Bioprodukte bevorzugt, hatte lange Zeit als gute Adresse nur den Ökomarkt der Grünen Liga am Kollwitzplatz (Do 12 bis 19 Uhr). Von Obst und Fleisch bis Kleidung und Seife reicht die Palette. Seit genau 11 Jahren hat Berlins größter Ökomarkt hier seine Stammkunden. Inzwischen gab es aber auch an den anderen Tagen Bioprodukte in großer Vielfalt in der Gegend zu kaufen, verschiedene ja inzwischen auch beim Discounter. Oder in besserer Auswahl beim Biosupermarkt Bio Company in der Schönhauser, Nähe U-Bf. Eberswalder. Es gibt zudem zwei Bio-Frischemärkte in der Gegend, im vorigen Jahr öffnete ein Spezialladen Bio-Berlin in der Prenzlauer Allee gleich neben der Grünen Liga und nun kam noch LPG am Senefelderplatz hinzu.

Nimmt man sich jetzt gegenseitig die Kunden weg oder ist das eine besonders aufnahmefähige Biogegend wegen vieler junger alternativer Bewohner? Und: Gibt es überhaupt genug Biowaren für alle?

Rieswick: „Die Diskussion, dass Bioprodukte aus der Region knapp werden, trifft eher die Discounter als den Fachhandel. Wir arbeiten eng mit den Bauern im Umland zusammen, sind der erste Handelspartner der Charta „fair & regional", einem Zusammenschluss von Brandenburger Bio-Herstellern und -Verarbeitern. Eier, Milch, Kartoffeln sind kein Problem, aber weiterverarbeitete Produkte von hier fehlen. Jetzt haben wir die ersten Marmeladen aus Brandenburg im Angebot, auch Käse und Pommes. Was die Konkurrenz im Bio-Handel betrifft: Wir fischen nicht bei anderen Anbietern. Die Nachfrage nach Bio wächst stadtweit stetig, nicht nur in Prenzlauer Berg und Kreuzberg."

Das kann auch der Pressesprecher des Berliner Marktführers, der Bio Company, Robert Erler, bestätigen. „Deshalb öffnen wir am 8. Juni am Hackeschen Markt schon unseren 10. Biosupermarkt in Berlin. Wir sehen die LPG-Eröffnung entspannt, obwohl es damit enger wird am Berliner Markt. Unsere Qualität und günstigen Preise überzeugen. Wir werden noch stärker Direktbelieferung und unsere Regionalkompetenz ausbauen, haben z.B. Bio-Hirse aus Übersee gegen welche aus dem Spreewald ausgetauscht." Endlich fördere Brandenburg wieder den Ökolandbau. „Wir könnten mehr verkaufen, als das Umland derzeit liefert."

Kollwitzplatz-Ökomarkt-Leiterin Elisabeth Westphal ist nicht glücklich über die Neueröffnung. In Kreuzberg habe sich so eine Nachbarschaft auf den Markt am Chamissoplatz negativ ausgewirkt. „Unsr Vorteil ist aber, dass Obst, Gemüse, Fleisch nirgendwo sonst so frisch sein können wie auf dem Markt, wo die Erzeuger selbst ihr eben erst Geerntetes oder Produziertes verkaufen. Für kleine Bauern aus der Umgebung, die gar nicht die von Supermärkten geforderten Mengen liefern können, sind wir oder ein Laden wie Bio-Berlin an der Prenzlauere allee die einzige Chance. Und kosten Sie mal unsere Würste am Grillstand. Da schmeckt man, dass sie ganz frisch nach Rezept eins Hofes, der erst Anfang der Woche schlachtete, zubereitet wurden. Oder trinken Sie mal im Laden Bio-Berlin frisch gepresstes Weizengras." Das Besondere ist Trumpf der Kleinen. Frau Westphal bietet auch geführte Kräutertouren in Berlin und dem Umland an (nächste: 15., 18. und 25. Mai; anmelden Tel. 4433 91-0/48, Infos: www.grueneliga-berlin.de).

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Die neue Generation Bio (BusinessNews, 08.05.2007)

BusinessNews 2007, von Kerstin Skork

Die neue Generation Bio

Kleine Ökoläden gehören der Vergangenheit an: In Berlin eröffnete die Biokette LPG den größten Biomarkt Europas — mit Kinderspielecke und Frauensofa

Endgültig vorbei sind die Zeiten, in denen nur esoterisch angehauchte Birkenstockträger und Weltverbesserer in Bioläden einkaufen gegangen sind. Denn: Bio ist hip. Das haben auch große Einzelhandelskonzerne wie Aldi, Plus oder Edeka erkannt und Bioprodukte ins Sortiment genommen. Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt: In den vergangenen drei Jahren habe sich der Umsatz von Bioprodukten um bis zu 20 Prozent erhöht, sagte ein Mitarbeiter vom Handelsverband Berlin-Brandenburg der „Berliner Zeitung". Allein in Berlin gibt es über 200 Bioläden — rund zehn Prozent mit einer Verkaufsfläche von über 200 Quadratmetern.

Und der größte hat gerade erst am vergangenen Wochenende im Stadtteil Prenzlauer Berg eröffnet. Auf 1600 Quadratmetern und zwei Etagen bietet die Berliner „LPG-Biomarkt" -Kette dort 18.000 Produkte an. Damit ist die vierte Filiale der Kette der größte Biosupermarkt Europas.

Vom Apfel bis zum Waschpulver

Das Konzept scheint aufzugehen: „Bitte, machen Sie den Eingangsbereich frei", war am Eröffnungswochenende immer wieder über Lautsprecher zu hören. Schuld war der unglücklicherweise direkt neben der Eingangstür platzierte Grill mit gratis Biowürstchen, der durchgehend fü eine in den Eingangsbereich reichende Menschenschlange sorgte. Gekommen waren vor allem junge Familien mit Kindern, was in einem der geburtenstärksten Bezirke Europas wenig verwundert. Auf diese Zielgruppe haben sich auch die beiden Geschäftsführer der LPG-Biomarkt GmbH Ludwig Rieswick und Werner Schauerte eingestellt — jedenfalls auf Kinder und Frauen. So gibt es für Kleinkinder im Erdgeschoss eine Krabbel- und Spielecke und für die größeren in der ersten Etage einen Spiel- und Erfahrungsbereich.

Damit Mama aber nicht zu kurz kommt, darf sie sich auf dem roten Sofa in der Frauenlounge bei einem Gratiskaffee ausruhen, während Papa den Einkaufswagen füllt.

Wie in jedem Supermarkt gibt es bei LPG alles vom Apfel bis zum Waschpulver — nur eben bio. Frischwaren wie Obst, Gemüse und Eier werden vorrangig aus dem Umland bezogen — das garantiert Frische und erspart lange Wege. „Rund 40 Prozent der Produkte kommen aus Berlin und Brandenburg", sagte Schauerte. Nur im Winter müsse man auf Waren aus Ländern wie Italien und Spanien zurückgreifen.

Schräglaufbänder wie man sie aus Flughäfen kennt, transportieren problemlos jeden Einkaufs- oder Kinderwagen in die obere Etage des Marktes. Dort findet der Kunde Wein, Müsli, aber auch Kosmetik, Haushaltswaren, Spielzeug und Kleidung.

Insgesamt 200 Mitarbeiter beschäftigt LPG an den vier Berliner Standorten — davon 45 im Bezirk Prenzlauer Berg. Standorte in anderen deutschen Städten plane man im Moment jedoch nicht: „Wir machen eins nach dem anderen" sag Schauerte. Erstmal hätten er und sein Partner genug mit dem neuen Laden zu tun.

Ob Europas größter Biosupermarkt als Ersatz für die normalen Märkte angenommen wird, bleibt fraglich. Viele werden es wohl wie Björn Reinhold, 27, Kriminalkommissar, handhaben: „Ich nutze es als Ergänzung zu normalen Supermärkten." Denn auch wenn LPG durch die Abnahme großer Mengen günstigere Preise als manch kleiner Ökoladen anbieten kann, kosten die Produkte im Durchschnitt mehr als im normalen Supermarkt. „Ich kaufe wegen des Kindes im Biladen Fleisch, Obst, Gemüse und Eier — da hat man einfach ein besseres Gefühl", sagt Katja Spät, 35, Grafikerin.

Mitglieder sparen bis zu 20 Prozent

Für Kunden, die regelmäßig bei LPG einkaufen, gewährt die Biokette Rabatte bis zu 20 Prozent pro Produkt. So sind die einzelnen Artikel mit jeweils zwei Preisen ausgezeichnet: dem regulären und dem Mitgliedspreis.

Die Mitgliedskarte gibt es seit der Eröffnung des ersten LPG-Biomarktes 1994. Mittlerweile habe die Kette rund 8000 Mitglieder in Berlin — 60 weitere hätten sich nach eigenen Angaben am vergangenen Wochenende angemeldet. Um in den Genuss der vergünstigten Preise zu kommen, muss der Kunde allerdings ein einmaliges Darlehen von 51,13 Euro und monatliche Beiträge zahlen. Damit finanziere LPG die Waren und müsse keine teuren Kredite aufnehmen. Im Fall einer Kündigung der Mitgliedschaft bekomme der Kunde das Darlehen wieder zurück.

Die monatlichen Beiträge schwanken zwischen 20,40 Euro für den Parr- oder Familientarif und 10,20 Euro pro Person für Wohngemeinschaften. Dies lohne sich aber erst ab einem wöchentlichen Einkauf von 20 Euro.

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Alles Öko (Tagesspiegel, 06.05.2007)

Tagesspiegel, 06.05.2007, von CS

Alles Öko

Der Weg vom Parterre zum ersten Stock erinnert an die großen Flughäfen der Welt. Auf breiten Rollbändern schwebt die Kundschaft in Europas größtem Bio-Supermarkt hinauf – und hinab. Los geht die Fahrt neben dem Bio-Hüftsteak – „garantiert aus Brandenburg“. Oben angekommen, steht man vor einer lebensgroßen hölzernen Kuh, auf der die Kinder reiten, und gerät in die Abteilung mit 300 verschiedenen Bioweinen. Am Sonnabend ab 9 Uhr früh konnten die ersten Besucher das ausprobieren: Die Berliner „LPG BioMarkt“-Kette eröffnete am Senefelder Platz in Prenzlauer Berg ihre vierte Filiale und toppte sich dabei selbst. Bisher war ihr Markt am Kreuzberger Mehringdamm der europaweit Größte, doch nun hat ihn der neue Laden noch überrundet.

Vierzig Mitarbeiter verkaufen 18 000 Bioprodukte auf 1600 Quadratmetern, von der Öko-Banane bis zu Kosmetika. „Das ist ein breiteres Angebot als in vielen Supermärkten“, sagt LPG-Geschäftsführer Ludwig Rieswick. Am Sonnabend war es ein Grund zum Feiern – mit Gratis-Biowürstchen, Salsa-Band und Karussells vor den breiten Eingangstüren. Dahinter begutachteten tausende Neugierige das pastellgelb gestrichene Bistro, die Caféterrasse, zwei Kinderspielbereiche und die „Frauen-Lounge“, mit dem kaminroten Sofa, auf dem sich gestresste Mütter ein wenig erholen sollen.

Denn die LPG-Chefs Rieswick und Werner Schauerte wissen: „Bio-Kunden mögen eine persönliche Atmosphäre.“ Ihr neuer Markt soll trotz der Größe nirgendwo anonym wirken.

Dass sie allerdings mal ein Volksfest für einen neuen Biomarkt organisieren würden, hätten sich die beiden 1994 nicht gedacht, als sie in der Neuköllner Pannierstraße ihren ersten winzigen Bio-Laden eröffneten. Schauert arbeitete zuvor als Politologe, Rieswick war Erzieher, nun kutschierten die beiden damals mit ihrem Lieferwagen von Bauer zu Bauer durch die Mark, um genügend Bio-Eier und Gemüse zusammenzubekommen.

Es ging aber bald aufwärts. Wer „Bio“ einst belächelte, findet es heute schick, seit dem BSE-Skandal 2001 hat sich der Bio-Umsatz in Berlin verdoppelt. Auch gestern griffen die Kunden zu, als müssten sie sich für eine ganze Woche versorgen. Mit vollen Wagen schwebten sie auf dem Rollband hinab zu den Kassen.

Auch heute lädt der neue LPG-Markt von 13 - 19 Uhr zum Einkauf und Feiern ein.

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Kaufhaus für Ökos (Berliner Zeitung, 05.05.2007)

Berliner Zeitung, 05.05.2007, von Stefan Strauss

Kaufhaus für Ökos

Am Senefelderplatz öffnet Europas größter Biomarkt: mit Kinderspielplatz und Damenlounge

PRENZLAUER BERG. Vom grünen Halbschattentee aus Japan gibt es drei Sorten: eine erste, eine zweite und eine dritte Pflückung. In den umliegenden Regalen stehen weitere 120 Teearten, gegenüber 200 Sorten Wein. Käse, Wurst, Gemüse, Kosmetik, Bekleidung, Wasch- und Putzmittel - 18 000 Produkte gibt es auf zwei Etagen. Und alles ist öko, logisch.

Europas größter Bio-Supermarkt wird am Sonnabend in einem Neubau am Senefelderplatz eröffnet. "Wir haben das gleiche Angebot wie in einem ganz normalen Supermarkt, nur bei uns eben ist alles ökologisch", sagt Werner Schauerte, Geschäftsführer des Biomarkt-Unternehmens LPG aus Kreuzberg. Am Eingang gibt es einen Bio-Bäcker, der ab 7 Uhr morgens geöffnet hat. Große Abteilungen sind eingerichtet für Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, Molkereiprodukte, Nudeln, Pasten und Bekleidung. Obst und Gemüse kommen überwiegend von Händlern aus Berlin und Brandenburg, das Brot aus Kreuzberg und Neukölln, die Textilien sind aus schadstofffreiem Material. Ein Bistro hat 40 Plätze, vor der Tür können die Kunden im Sommer Biokaffee trinken und Dinkelbrötchen essen, später wird es auch ein Garten-Café geben. Die Einkaufswagen sind groß und breit, lange Rolltreppen führen in die obere Etage, Aufzüge zu den Parkplätzen in der Tiefgarage.

Einiges ist aber anders, als es Supermarktkunden kennen. Es gibt zwei Spielbereiche für kleine und etwas größere Kinder und eine Damenlounge für Mütter. "Eltern sollen stressfrei und in Ruhe einkaufen", sagt Werner Schauerte.

Die 40 Mitarbeiter arbeiten im Dreischichtsystem. Tagsüber wird beraten und verkauft, nachts ausgepackt und eingeräumt. Denn der Biomarkt hat kein Lager. Alles, was geliefert wird, kommt auch in die Regale. Mit ihrem 1 600 Quadratmeter großen Bioladen reagieren die Betreiber auf das steigende Bedürfnis vieler Berliner nach ökologischer und gesunder Ernährung. "Allein in den vergangenen drei Jahren hat sich der Umsatz von Bioprodukten um bis zu 20 Prozent erhöht", sagt Klaus Fischer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. Bioläden gibt es vor allem in Kreuzberg, Friedrichshain, Charlottenburg, Schöneberg und in Prenzlauer Berg.

Dort will Werner Schauerte nun die Kunden umliegender Supermärkte zu Bio-Käufern machen, ohne dass die ihre Einkaufsgewohnheiten ändern müssen. Nur an den grünen Halbschattentee muss man sich noch gewöhnen.

Eröffnungsparty: Am Sonnabend (9-13 Uhr) und Sonntag (13-19 Uhr) gibt es im LPG-Biomarkt, Kollwitzstraße 15, ein Kinderfest mit Kutschfahrten, Traktor-Rallyes, Clowns, Samba- und Polkamusik, Heuballen und kostenlosen Bio-Bratwürsten.

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"Lecker, preiswert und gesund"

Die Bioladenkette LPG aus Kreuzberg eröffnete 1994 in Neukölln ihren ersten Laden auf einer Fläche von 55 Quadratmetern. Die Buchstaben LPG standen damals für Landproduktionsgenossenschaft, heute für "lecker, preiswert und gesund". Unter dem Slogan "Bio für alle!" eröffnete das Unternehmen im Laufe der Jahre weitere Läden in Berlin.

Bioläden und Supermärkte betreibt das Unternehmen heute am Mehringdamm 20 in Kreuzberg, am Kaiserdamm 12 in Charlottenburg und in der Pannierstraße 12 in Neukölln. Das Unternehmen ist Erstunterzeichner der Charta "fair & regional Bio Berlin-Brandenburg" und kooperiert mit Berliner und Brandenburger Bioproduzenten, Bauern und Bäckereien.

8 000 Kunden sind eingetragene Mitglieder des Unternehmens. Bei ihrer Aufnahme geben sie ein Darlehen in Höhe von 51,13 Euro (früher 100 DM) und können dafür verbilligt einkaufen. Das Unternehmen investiert die Darlehen in neue Filialen und verzichtet so auf Kredite. Bei Austritt bekommen die Mitglieder ihr Geld zurück.

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Vom Schnuller bis zum Spülmittel (Berliner Morgenpost, 03.05.2007)

Berliner Morgenpost, 03.05.2007, von Mareike Knoke

Vom Schnuller bis zum Spülmittel

Berlin hat 30 Bio-Supermärkte mit riesigem Sortiment - und bald auch das größte Biokaufhaus Europas

Wer auf gesunde Ernährung achtet und seine Vorratskammer oder den Kühlschrank ab sofort nur noch mit biologischem Salat, Käse und Brot bestücken will, dazu nur Biosäfte oder -bier trinken mag und seine Jüngsten nur noch in Öko-Windeln wickeln möchte, der lebt in Berlin im Paradies.

"Berlin ist die Stadt mit den meisten Bio-Supermärkten", bestätigt Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau (FÖL) in Berlin. Allein 30 große Märkte gibt es, Branchenführer sind die Ketten "Bio Company", "Viv Biofrischemarkt", "eo eat organic" und "Basic". Außerdem bedient LPG die ökologisch bewussten Käufer mit zwei riesigen Supermärkten in Kreuzberg und Prenzlauer Berg und mehreren kleineren Filialen. 18 000 Produkte gehören zum Sortiment.

Der LPG-Markt am Senefelder Platz, der diesen Samstag eröffnet, gilt gar als Europas größter. Auf 1600 Quadratmetern und zwei Etagen kann man sich von der Sonnenmilch bis zum Schnuller, vom Spülmittel bis zum Strampelanzug mit allem eindecken, was man zum Leben braucht - und nach dem Einkauf Öko-Fleischgerichte oder Tofugeschnetzeltes und dazu einen Kaffee aus ökologischem Anbau in Bistro-Atmosphäre genießen. "Wer einmal damit beginnt, bestimmte Waren regelmäßig in Bio-Qualität einzukaufen, ist bald davon angesteckt und entdeckt immer mehr Dinge des täglichen Lebens, die in Bio-Qualität einfach gesünder sind", analysiert Florian Heckhausen, Pressesprecher von LPG.

Die Zahlen geben ihm recht: In den letzten zwei Jahren stieg laut FÖL die Zahl der Neueröffnungen bei Bio-Märkten um etwa 30 Prozent. Das Geschäft brummt. LPG versucht zudem, die Kunden durch eine Mitgliedschaft noch enger zu binden. Wer LPG-ler wird, zahlt einen Einmalbetrag von rund 50 Euro ein (den man wiederbekommt, wenn man die Mitgliedschaft beendet) sowie einen Monatsbeitrag von maximal 17 Euro.

Dafür zahlt man deutlich weniger beim Einkaufen - Käse und Obst und Gemüse etwa sind für Mitglieder bis zu 20 Prozent billiger. Hintergrund: LPG "arbeitet" mit dem Geld der Mitglieder. "Wir können viel größere Mengen an Ware einkaufen und sofort bar bezahlen. Dadurch bekommen wir Rabatte - die wir wiederum an unsere Mitglieder weitergeben können", erklärt Heckhausen. Für den Kunden rechne sich das schon ab einem Einkaufsvolumen von 20 Euro pro Woche.

Auch andere haben den Bio-Trend erkannt. Ein ehemaliger Aldi-Manager gründete vor einigen Jahren das Label "Erdkorn" und vertreibt die Waren in dem gleichnamigen Bio-Discounter, der mit zwei Filialen in Berlin vertreten ist. Auch bei den klassischen Discountern Lidl, Plus und Aldi gehören immer mehr Bio-Waren zum Sortiment. Zu erstaunlich niedrigen Preisen. Da fragt sich so mancher Skeptiker: Aber ist das auch wirklich Bio ...?

"Der Kunde kann sicher sein, dass es sich auch dort um Öko-Produkte handelt", beruhigt Saskia Dellwing vom Verband Bioland. "Alle Waren müssen das EU-Ökosiegel tragen, nebst einer Prüfnummer, die nur eine staatliche Prüfstelle erteilen kann."

Das heißt: Auch Discounter-Bio-Waren sind ohne den Einsatz von Pestiziden oder Antibiotika produziert worden. Allerdings entspricht das EU-Siegel auch der niedrigsten Qualitätsstufe. Denn jedes EU-Land hat andere Kriterien. Wer sicher gehen will, dass seine Milch von Kühen stammt, die mit Bio-Futter vom selben Hof großgezogen wurden, sollte zusätzlich auf das "Bioland"- oder "Demeter"-Siegel achten.

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In Berlin öffnet Europas größtes Biokaufhaus (Berliner Morgenpost, 02.05.2007)

Berliner Morgenpost, 02.05.2006, von Rainer L. Hein

In Berlin öffnet Europas größtes Biokaufhaus

Schwerpunkt liegt auf Naturkost aus Brandenburg - Spielecken für Kinder, Ruheraum für Mütter

Alles Bio, oder was? Unter diesem Leitgedanken öffnet in dieser Woche Europas größtes Naturprodukt-Kaufhaus in Berlin seine Pforten. Mitten im kinderreichsten Kiez der Stadt, im Eckhaus Kollwitzstraße 15 direkt am Senefelder Platz, wird die LPG (steht für "lecker, preiswert, gesund") von Sonnabend, 9 Uhr an, ihre Waren anbieten. Das Kaufhaus bietet im Erdgeschoss und in der ersten Etage eine Verkaufsfläche von etwa 1600 Quadrtametern. Für die Bio-Kette ist es der vierte Laden in der Hauptstadt.

Die Eröffnungsparty des Kaufhauses soll eine Mischung aus Kunden-Information und buntem Marktreiben, besonders für Kinder, werden. Nach Auskunft von LPG-Geschäftsführer Ludwig Rieswick werde man besonders jungen Familien das Einkaufen erleichtern: "Kinderbetreuung steht daher bei uns neben der Produktauswahl an erster Stelle."

So wird es in dem Bio-Supermarkt einige Krabbel- und Spielecken geben, und Väter können sich in Leseecken bei einem Kaffee die Wartezeit verkürzen. "Ein besonderer Clou ist im ersten Stock ein Ruhebereich für Frauen", berichtet Rieswick. Hier könnten Mütter bei einem Tee abschalten, während ihre Kinder zugleich betreut werden.

Die Filiale in Prenzlauer Berg ist im Übrigen die erste im Osten der Stadt. Sie bietet insbesondere ökologische Waren aus dem Brandenburgischen an, aber auch bestimmte Kosmetika und sogar Kleidung.

Bei den Lebensmitteln gibt es ein besonderes Service-Angebot. Ludwig Rieswick: "Fast täglich haben unsere Kunden die Möglichkeit, mit Erzeugern der Produkte zu reden." So werden Bio-Landwirte, Schlachter und Gärtner an besonderen Ständen über den Anbau ihres Gemüses oder die Aufzucht der Tiere Auskunft erteilen. "Natürlich geben sie auch Tipps für den Speiseplan oder verraten Rezepte", kündigt der Geschäftsführer an.

Gesundes Essen wird es bei LPG auch geben. Im Ladenbereich stehen ein Bistro sowie ein Café mit 40 Plätzen zur Verfügung, weitere sechzig gibt es im Innenhof.

Durch die Eröffnung des Biomarktes entstanden auch 45 neue Arbeitsplätze. Die Kriterien bei der Auswahl der neuen Mitarbeiter waren nach Auskunft von Ludwig Rieswick sehr streng. "Wir können nur mit qualifiziertem Personal arbeiten, damit unsere Kunden auch fachmännisch beraten werden", heißt es. Die Mitarbeiter wurden speziell für ihre Arbeit bei der LPG geschult.

Öffnungszeiten zum Start: Sonnabend von 9 bis 21 Uhr, Sonntag von 13 bis 20 Uhr.

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Europas größtes Bio-Kaufhaus macht auf (Berliner Kurier, 30.04.2007)

Berliner Kurier, 30.04.2007, von Cornelia Schmalenbach

Europas größtes Bio-Kaufhaus macht auf

Am 5. Mai geht's los und der Betreiber verspricht das umfangreichste Bio-Sortiment an Kinderartikeln

PRENZLAUER BERG Groß, größer, am größten: Am Senefelder Platz eröffnet in dieser Woche Europas größter Bio-Markt. Er bietet vor allem für Eltern mit Kindern viel Platz und ein spezielles Angebot. Die Krabbel- und Spielecke für Kleinkinder liegt im Erdgeschoss, eine Etage höher finden die Größeren ab fünf einen großen Spielbereich, in dem sie auch viel lernen können. Es wird das umfangreichste Sortiment an Kinderartikeln geben, das je ein Bio-Markt geführt hat, verspricht der Betreiber LPG (Lecker, Preiswert, Gesund).

Insgesamt sind 18 000 Bio-Produkte im Angebot, darunter 200 verschiedene Weine und 180 Käsesorten. Die Filiale in der Kollwitzstraße 15 hat auch ein Café und ein Bistro. Auf 40 Plätzen im Haus und 64 im Freien werden auch wechselnde Mittagsmenüs angeboten.

Die Eröffnungsfeier beginnt am 5. Mai um 9 Uhr, sie geht am Sonntag ab 13 Uhr weiter. Montags bis sonnabends ist von 9 bis 21 Uhr auf. Der KURIER verlost zehn Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 Euro. Sie können heute um 14 Uhr anrufen. Die Telefonnummer der Gewinnhotline lautet 030/2327 6256.

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LPG-Biomarkt (tip Edition Familie, 2007)

tip Edition Sonderheft Familie 2007

LPG-Biomarkt

Einkaufen, entspannt Kaffee trinken und nebenbei noch die Kinder bespaßen: Wer sich so viel vorgenommen hat, besucht am besten den LPG-Biomarkt am Mehringdamm. Dort lässt sich der alltägliche Einkauf mit Kind mit einem wunderbar entspannten Abstecher ins neue Bio-Bistro verbinden.

Die vollgepackte Einkaufsschubse am Eingang abgestellt und hinein in den großen Raum mit seinen weiß-gelb marmorierten Wänden und dem tageshellen Oberlicht. Mittagstischler mit und ohne Vorratskaufsabsicht sitzen auf den schlichten Holzbänken oder rücken nahe zu den Hochstühlen ihrer Kinder. Eine täglich wechselnde Karte bietet gutes Essen aus hundertprozentig biologischem Anbau.

Die andere Hälfte des Bistros sieht aus wie eine gemütliche Wohnzimmerecke bei Ikea: Flickenteppiche, Regale mit mit Vegetarierkoch- und Kinderbüchern, eine lange, gepolsterte Eckbank mit gefühlten 1000 Kissen und einem säuselnden Radio im Regal.

Langgestreckt liegt Mark Wolf in der Kissenlandschaft und nippt an seiner Biolimonade. Neben ihm steht ein großes, hölzernes Spielhaus mit integriertem Kaufmannsladen. Seine Tochter Pauline probiert sich als Filialleiterin. Mit entsprechendem Nachdruck versucht die Dreijährige Ordnung in ihre Regale zu bekommen. Gar nicht so einfach, der Einzelhandel. Die leine Rosa lehnt aufmerksam an der Spieltafel. Wilde Striche auf weißem Brett deuten auf eine Inventur hin.

„Ich habe hier schon Nachmittage verbracht", erzählt Mark Wolf. Mit zwei Freunden und deren Kindern verabredet sich der PR-Berater regelmäßig im Wohnzimmer-Bistro, schließlich komme er sowieso hierher — zum Einkaufen. Und Pauline scheint ihren künftigen Traumjob gefunden zu haben. Zumindest für den Moment.

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Im Szenekiez verschwinden die letzten Brachen (Berliner Zeitung, 22.01.2007)

Berliner Zeitung, 22.01.2007, von Stefan Strauss

Im Szenekiez verschwinden die letzten Brachen

An der Kollwitzstraße entstehen Luxuswohnungen, ein Ökohaus, ein Hotel und Europas größter Biomarkt

PRENZLAUER BERG. Wagenburgbewohner nutzten das Gelände als Notquartier nach der Räumung, ein Zirkus baute dort seine Zelte auf und Hundehalter machten die Brache an der Kollwitz-/Ecke Belforter Straße zum Spielplatz für ihre Tiere. Jetzt stehen Bagger auf dem Gelände, sie heben Gruben aus, Stahlträger ragen aus der Erde. Die letzten freien Flächen an der Kollwitzstraße und am nahe gelegenen Senefelderplatz verschwinden.

"Palais Kolle Belle" heißt das Bauvorhaben auf dem 4 000 Quadratmeter großen Gelände. Fünf luxuriöse Wohnhäuser sollen bis August 2008 entstehen, eine Stadtvilla wird im Innenhof gebaut. Die 91 Eigentumswohnungen haben Größen zwischen 60 und 225 Quadratmetern, bis zu 800 000 Euro müssen künftige Eigentümer dafür zahlen.

Das Interesse scheint groß zu sein. "Schon jetzt haben wir über hundert Anfragen", sagt Rainer Bahr, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Econ-Cept. Das Unternehmen hat schon mehrere Altbauten in dem Szenekiez saniert. Vor allem für Familien seien die neuen Wohnungen gut geeignet, sagt Bahr. Neuester Trend: Für kleine Wohnungen interessieren sich häufig die Eltern der Familienväter und -mütter aus Prenzlauer Berg. "Die Kinder wohnen schon hier, jetzt ziehen die Eltern hinterher. Sie wollen in der Nähe ihrer Kinder und Enkel leben", sagt Bahr.

Die Wohnungen im "Palais Kolle Belle" haben alles, was man auch an den sanierten Altbauwohnungen in Prenzlauer Berg schätzt: Doppeltüren, zweiflüglige Fenster, zwei Bäder, zwei Balkone, drei Meter hohe Zimmer, französische Fenster mit Schallschutz, Parkettboden mit Fußbodenheizung. Parkplätze gibt es in der Tiefgarage. Die verschiedenen Wohnungstypen tragen Namen wie "Royale", "Elégante", "Jardin", "Familiale" und "Exceptionnelle". Der Schweizer Architekt Marc Kocher hat sich in seinen Entwürfen an den Altbauvierteln in Paris orientiert. Auch ökologisch ist das "Kolle Belle" zeitgemäß: Dusch- und Badewasser wird für die Toilettenspülung genutzt.

Öko-Häuser für Familien

Wasser und Energie wird auch im Nebenhaus gespart. 24 Familien bauen sich dort ein Öko-Haus: Geheizt wird mit Rapsöl, auf den Dächern wachsen Pflanzen, es gibt Spiel- und Fußballplätze und viele Fahrradständer. Im Mai 2008 soll das Öko-Familienhaus fertig sein. Auch in der Marienburger Straße, neben dem Spielplatz Marie, bauen sich 22 Familien ein Wohnhaus zum Selbstkostenpreis. Gemeinschaftliches Wohnen steht im Vordergrund: Terrassen und Garten können alle Bewohner nutzen, für Besucher gibt es Gästewohnungen.

Gegenüber vom "Kolle Belle", direkt am Senefelderplatz, verschwindet eine weitere Brachfläche. Im vergangenen Jahr war dort noch eine Wiese, auf der im Sommer eine Bauwagen-Kneipe stand und Passanten Bier und Cocktails trinken oder sich in Liegestühlen ausruhen konnten. Jetzt heißt das Areal Kollwitzspitze. Im Frühjahr ziehen die ersten Mieter in die 81 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 120 Quadratmetern ein. In dem Haus wird zu Ostern das Biomarkt-Unternehmen LPG nach eigenen Angaben "Europas größten Biomarkt" eröffnen. Auf 2 000 Quadratmetern Verkaufsfläche in zwei Etagen sollen 18 000 Bio-Produkte im Angebot sein. Während die Eltern einkaufen, können sich die Kinder kreativ beschäftigen. "Sie können malen, basteln, es wird auch Veranstaltungen geben", sagt LPG-Geschäftsführer Werner Schauerte. Mit dem nahe gelegenen Abenteuerspielplatz wollen die Biomarkt-Betreiber kooperieren. Zum Projekt Kollwitzspitze gehört auch ein Hotel an der Schönhauser Allee. Bis zum Frühjahr 2008 soll das Zwei-Sterne-Haus mit 90 Betten fertig sein.

Nur eine Fläche muss frei bleiben: ein etwa fünf Meter breiter Gang zwischen Wohnhaus und Hotel. Der Denkmalschutz hat das gefordert, um den historischen Judengang hinter dem Jüdischen Friedhof in ganzer Länge zu erhalten.

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Bedrohte Biotope (Tagesspiegel, 11.01.2007)

Tagesspiegel, 11.01.2007, von Juliane Schäuble

Bedrohte Biotope

Naturkost-Supermärkte erobern die Hauptstadt. Alteingesessene Händler sorgen sich ums Geschäft

Fast über Nacht war das Sicherheitsgefühl weg. Seit 13 Jahren betreibt Edith Parthesius-Blum mit ihrem Mann den kleinen Naturkostladen Alraune in der Pankower Wollankstraße. Das Geschäft lief, die Stammkunden kamen regelmäßig, für Kartoffeln, Müsli, Milchprodukte. Beide 50 Jahre alt, hatte das Ehepaar vor, noch lange zu arbeiten. Dann war da auf einmal das Gerücht: In unmittelbarer Umgebung, „Luftlinie höchstens 800 Meter entfernt“, solle eine Bio-Company aufmachen. Ein im Vergleich zu ihren eigenen 90 Quadratmetern riesiger Supermarkt für Bioprodukte, modern und schick. Auf rund 450 Quadratmetern kann die Firma ein Vollsortiment anbieten: knapp 6500 Produkte, viele davon aus dem direkten Berliner Umland und in hoher Bio-Qualität. Durch acht weitere Filialen in der Stadt sind die Preise vergleichsweise günstig. Wie sollen wir da mithalten, hat sich Parthesius-Blum gefragt und richtig Angst bekommen, Existenzangst.

Die kennen viele kleine Naturkostläden, seit der Bio-Boom die Branche zu immer neuen Umsatzhöhen treibt. Denn was in der Summe gut klingt – laut Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) wuchs der Naturkost-Einzelhandel 2006 wieder in zweistelliger Höhe –, bringt mit sich, dass immer mehr an dem Kuchen teilhaben möchten. Und da geht es den kleinen, auf Naturkost spezialisierten Geschäften oft nicht anders als den alten Tante-Emma- Läden: Sie können mit der Angebotspalette, den niedrigen Preisen und manchmal auch der Frische der Produkte schwer mithalten.

Immer weitere und immer größere Bio-Märkte schießen aus dem Boden, vor allem in Berlin. Die Firma LPG eröffnet in den nächsten Wochen den nach eigenen Angaben größten europäischen Bio-Supermarkt in Prenzlauer Berg: 18 000 Produkte auf 2000 Quadratmetern und zwei Etagen. Ende letzten Jahres erst übernahm die LPG eine Spar-Filiale in Charlottenburg, samt deren Mitarbeitern. Und die Expansion ist noch nicht zu Ende: „Wir haben weitere Filialen in der Pipeline“, sagt LPG-Geschäftsführer Ludwig Rieswick. Stark im Kommen sind Bio-Discounter – wie Erdkorn, gegründet von Ex-Aldi-Manager Thomas Hinz. Erdkorn betreibt bundesweit bereits 13 Filialen, davon zwei in Berlin, insgesamt sind 25 geplant. Und nicht zuletzt ist der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel auf den Zug aufgesprungen: Plus, Aldi, Rewe haben schon eigene Bio-Hausmarken; Discounter Lidl hat angekündigt, bald schon 20 Prozent des Umsatzes mit Bio machen zu wollen. „Wir konkurrieren mit allen“, sagt Parthesius-Blum.

Meinrad Schmitt ist Bio-Großhändler der ersten Stunde. Kaum ein Fachhandel in Berlin, den seine Firma Terra Naturkost nicht beliefert. Schmitt glaubt zwar, dass ein Nebeneinander von Großen und Kleinen möglich ist. „Aber die Kleinen müssen sich ein Konzept einfallen lassen.“ Früher habe es gereicht, einfach die Produkte anzubieten. Das sei vorbei. Wichtig seien gute Bedienung und Beratung, das große Plus des Fachhandels. „Wenn ein Laden wirklich schließen muss, hat meist schon vorher etwas nicht gestimmt. Die Eröffnung eines Bio-Supermarktes ist dann nur der letzte auslösende Funke“, sagt Schmitt.

Ähnlich sieht das auch FÖL-Geschäftsführer Michael Wimmer. „Der Trend geht schon klar in Richtung größere Verkaufsfläche und Sortiment. Aber der Markt ist groß genug; wer sich eine Nische sucht, hat gute Chancen.“ Bio sei inzwischen „in der Mitte der Gesellschaft angekommen“. Immer mehr Menschen entdeckten Bio – auch über die Supermärkte. Märkte wie Bio-Company oder die LPG seien am stärksten für den Zuwachs verantwortlich, ihre Kunden zu fast 80 Prozent Neukunden. „Berlin ist die Hauptstadt der Bio-Supermärkte: Hier gibt es absolut und relativ die größte Dichte.“ 30 sind es derzeit schon.

Ahmet Gürez hat eine Nische gefunden. Sein kleiner Naturkostladen „Ölweide“ in der Pohlstraße ist mittags rappelvoll. Gürez bietet einen Mittagstisch an: Suppen, Salate und Baguettes, moderne, leichte Küche. „Die Kunden nehmen nach dem Essen oft noch was mit“, sagt der türkisch-stämmige Berliner. Mal frisches Obst und Gemüse, aber auch die Snacks und Süßigkeiten sind beliebt. Dazu kommt die Käsetheke, eine beachtliche Auswahl Bioweine, eingelegte Oliven. Die Ölweide ist eine Mischung aus Naturkostladen mit den üblichen Brotaufstrichen und Säften und einem Feinkostladen. Das kommt an, Gürez macht sich keine Sorgen um die Zukunft. Obwohl er zugibt, dass er Glück habe, dass es bisher noch keinen Bio-Supermarkt in direkter Nachbarschaft gebe. Denn auch die werben mit Bedientheken, Feinkost und Cafés.

Edith Parthesius-Blum ist noch nicht sicher, wie es weitergeht. „Einige Kunden sind schon abgewandert.“ In den Herbst- und Wintermonaten, die eigentlich das Hauptgeschäft bedeuteten, seien bisher die Umsatzzuwächse ausgeblieben. „Wir müssen jetzt abwarten“, sagt sie, und dass sie gelassener geworden sei. „Immerhin bin ich nicht alleine.“ So wütend sie manchmal ist, auf die großen Ketten und die mächtige Lebensmittelindustrie – ihren Kunden grollt sie nicht. „Die Bio-Company ist mitten im Einkaufscenter, da erledigen viele eben alles auf einmal.“ Ein kleiner Bio-Laden in Pankow habe schon zumachen müssen, ein zweiter denke darüber nach. Aber so schnell wird Parthesius-Blum nicht aufgeben.

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Aufbruchstimmung am Kollwitzplatz (Berliner Morgenpost, 29.12.2006)

Berliner Morgenpost vom 29. Dezember 2006, von Rainer L. Hein

Aufbruchstimmung am Kollwitzplatz

Drei große Bauprojekte verändern den Kiez weiter. Pariser Flair und Europas wohl größter Biomarkt

Prenzlauer Berg einen Steinwurf vom Kollwitzplatz entfernt nehmen zurzeit drei Bauprojekte Gestalt an, durch die der beliebte Kiez weiter aufgewertet wird. An der Ecke Kollwitz-/Belforter Straße kündet ein Zaun mit Informationstafeln den Beginn der Arbeiten für das "Palais Kolle Belle" (gesprochen: koll bell ) an, direkt daneben, auf dem Grundstück Kollwitzstraße 22 wird für ein siebengeschossiges Energie-Sparhaus die Erde planiert und schräg gegenüber am Senefelderplatz entsteht einer der größten Biomärkte Europas. Die Berliner Firma LPG will im kommenden April Eröffnung feiern.

Das "Palais Kolle Belle" wird im Kiez einen Akzent setzen. Der Schweizer Architekt Marc Kocher will mit dem siebengeschossigen Komplex aus fünf Häusern französischen Charme mit Berliner Wohngefühl vereinen, erklärt Torsten Bülow. Er ist einer der drei Gesellschafter des Bauherrn, der Econ-Cept Immobilien GmbH Berlin. "Die Fassaden der Häuser werden mit historischen Elementen bestückt." So sollen Loggien, Erker, Konsolen und Dekomalereien an die schöne Zeit der Baukunst im Paris der 20er-Jahre erinnern.

Das Gebäudeensemble ist in erster Linie als Wohnobjekt geplant. Insgesamt wird es 73 Wohnungen mit zwei bis sieben Zimmern zwischen 60 und 225 Quadratmetern geben. Für das Erdgeschoß sind 500 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen. Torsten Bülow: "Allein wegen der Küchendüfte wird es aber keinen Restaurationsbetrieb geben."

Die Innenhöfe werden mit viel Grün belebt. Die Käufer der Wohnungen können die Innenausstattung individuell gestalten. "Jeder darf sich zwischen den Angeboten Bohème, Bourgeois oder de Luxe entscheiden", heißt es. Insgesamt investiert Econ-Cept rund 30 Millionen Euro in das mehr als 10 000 Quadratmeter große Objekt mit Tiefgarage. Im Frühsommer beginnen die Bauarbeiten; Fertigstellung ist für den Herbst 2008 vorgesehen.

Direkt daneben, auf dem Grundstück Kollwitzstraße 22, haben die Arbeiten für ein siebengeschossiges Wohnhaus mit einem viergeschossigen "Zwilling" im hinteren Teil des Areals begonnen. Ökologische Bauweise mit begrünten Dächern ist hier angesagt. Fertigstellung des Objektes der Heinrich Hecker-Bau ist 2008.

Als erstes der drei neuen Objekte im Kiez wird bereits in vier Monaten einer der größten Biomärkte Europas eröffnen. Im Eckhaus Kollwitzstraße 15 - direkt am Senefelder Platz - wird die LPG (steht für lecker, preiswert, gesund) ihren vierten Supermarkt in Berlin eröffnen. Geschäftsführer Ludwig Rieswick: "Auf zwei Stockwerken können hier die Kunden unbedenkliche Produkte kaufen." Die Filiale in Prenzlauer Berg ist die erste im Osten der Stadt. Zusammen mit seinem Partner Werner Schauerte habe er lange nach einem geeigneten Standort Ausschau gehalten, berichtet Rieswick.

Von April an wird es dann ökologische Produkte insbesondere aus dem Brandenburgischen geben. Wie es heißt, steigt der Bedarf an Ökoprodukten in der Hauptstadt kontinuierlich. LPG möchte in seinem Laden am Senefelder Platz nicht nur Ökokost auf den Markt bringen, sondern auch familiengerechtes Einkaufen fördern. Ludwig Rieswick: "Das Geschäft wird besonders auf Kunden mit Kindern ausgerichtet sein. So sind Spielecken eingeplant und ein Bistro, in dem sich die Partner mit anderen Kunden unterhalten können."

An jedem Wochenende werden Bio-Bauern eingeladen, die ihre Erfahrungen mit Naturkost weitergeben. Mit dem LPG-Supermarkt entstehen auch fünfzig neue Arbeitsplätze. "Die Kunden verlangen von uns qualifizierte Beratung, daher haben wir einen hohen Personalaufwand", erläutert Rieswick.

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Organisches Wachstum (Tagesspiegel, 27.12.2006)

Tagesspiegel, 27.12.2006, von Nana Heymann

Organisches Wachstum

18000 Produkte auf zwei Etagen: In Prenzlauer Berg entsteht einer der größten Biomärkte Europas

Das große Eckhaus am Senefelderplatz in Prenzlauer Berg ist noch nicht ganz fertig gebaut, aber die zweite Etage steht schon, und das ist wichtig. Auf zwei Stockwerken nämlich sollen hier die Anwohner der Gegend schon bald ökologisch unbedenkliche Produkte kaufen können: im nach eigenen Angaben größten Biomarkt Europas, den die Berliner Firma LPG ab kommendem Frühjahr in dem Neubau an der Kollwitzstraße 15 betreiben will.

„Wir sind in der Vergangenheit sehr häufig von Kunden nach einer Filiale im Ostteil der Stadt gefragt worden“, sagt LPG-Geschäftsführer Ludwig Rieswick. Vor zwölf Jahren eröffnete das Unternehmen in der Pannierstraße in Neukölln seine erste von mittlerweile drei Filialen. Dass es mit dem Standort im Osten so lange gedauert hat, lag vor allem an den „abenteuerlichen Mietvorstellungen“, mit denen Rieswick und sein Partner Werner Schauerte auf der Suche nach geeigneten Verkaufsräumen konfrontiert wurden. Mit den Eigentümern des derzeit entstehenden Objekts sind sie sich aber doch einig geworden. Wenn die Bauarbeiten nach Plan laufen, werden Rieswick und Schauerte im April 2007 die Türen zu ihrer knapp 2000 Quadratmeter großen Naturshoppingwelt öffnen.

Der Biomarkt boomt, und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage nach Ökoprodukten in Berlin um 18 Prozent gestiegen – und dementsprechend auch die Zahl von Naturkostläden. „Die Leute denken um, vor allem dann, wenn beispielsweise Gammelfleischskandale bekannt werden“, sagt Robert Erler, Sprecher der Bio-Company, die in Berlin neun Supermärkte betreibt. Insgesamt gibt es hier 30 solcher großen Bioläden, so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt. Das lässt nicht nur auf einen Wandel der Essgewohnheiten schließen, sondern ist zugleich auch gut für die Wirtschaft. Denn die Biobranche ist sehr personalintensiv. Für Anbau, Verarbeitung und Verkauf sind gut 30 Prozent mehr Mitarbeiter nötig als bei der konventionellen Lebensmittelbranche.

Das bestätigt auch LPG-Geschäftsführer Ludwig Rieswick. In Bioläden würden Kunden eine intensive Betreuung und Fachberatung erwarten, Letzteres vor allem im Kosmetika-Bereich. In seiner neuen Filiale am Senefelderplatz werden deshalb voraussichtlich 40 bis 50 Mitarbeiter eingestellt. Die meisten von ihnen sind speziell für den Verkauf von Naturprodukten geschult. Das Sortiment wird gut 18 000 verschiedene Artikel umfassen. Ein Großteil der Waren soll aus der Region kommen: Bei Fleisch wird der Anteil 100 Prozent betragen, bei anderen Frischlebensmitteln 40 Prozent, weil Brandenburgs Bio-Landwirte der Nachfrage kaum hinterherkommen.

Allerdings glaubt Rieswick, dass in dem neuen Markt mit den 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche das Maximum vorerst erreicht ist: „Menschen, die im Biomarkt einkaufen gehen, legen Wert auf eine traute Atmosphäre.“ Zu groß darf ein Bioladen also auch nicht sein. Ganz im Gegensatz zu den USA. Dort seien Märkte mit einer Fläche von bis zu 6000 Quadratmetern keine Seltenheit.

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Sogar Aldi setzt auf Naturkost (Berliner Morgenpost, 16.11.2006)

Berliner Morgenpost, 16.11.2006, von Carola Schüren

Sogar Aldi setzt auf Naturkost

Die Branche rechnet mit steigender Nachfrage — Berliner essen bewusster

Die jüngste Bio-Offensive startete Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka: Vor einem Monat erhöhte er die Zahl der Bioprodukte in seinen Märkten auf bis zu 1 000 Artikel. Damit reagierte die Geschäftsführung auf die hohen Umsatzsteigerungen mit Bio-Lebensmitteln- 55 Prozent zwischen 2005 und August 2006 - in diesem Segment.

Berlin gilt dabei als Hauptstadt der Biokost. Binnen eines Jahres stieg hier der Absatz ökologisch produzierter Lebensmittel um 18 Prozent. Knapp 30 Biosupermärkte zählt die Hauptstadt - darunter auch den größten Europas. Der LPG BioMarkt am Mehringdamm bietet über 10 000 verschiedene Produkte auf mehr als 1 000 Quadratmetern Verkaufsfläche an. Dazu gibt es ein Café und ein Bistro mit wechselndem Mittagstisch. Das Konzept läuft so erfolgreich, dass die LPG BioMarkt GmbH am 15. Dezember ihren zweiten Laden am Kaiserdamm in Charlottenburg eröffnet. Andere Unternehmen machen ähnlich positive Erfahrungen: Gar auf neun Supermärkte hat es mittlerweile die "Bio Company" gebracht, "eo, eat organic" weitete seine Kette bislang auf sechs Filialen aus - und liegt damit gleichauf wie die ViV BioFrischeMärkte.

Der Trend ist einfach zu erklären: Im Vergleich zum verwinkelten Ökolädchen an der Ecke bieten die großen Bio-Ketten ein riesiges (Frische-) Angebot unklusive eines modernen Supermarkt-Umfeldes mit ausreichend Parkplätzen und langen Öffnungszeiten an. Manche Waren wie Obst, Gemüse, Fleisch und Käse sind tatsächlich kaum teurer als bei "Kaisers" oder anderen Märkten mittlerer Preislage, dafür aber weniger schadstoffbelastet.

Aufgeschreckt durch negative Schlagzeilen wie den Gammelfleisch-Skandal entpuppt sich der Biokost-Konsum mittlwerweile weniger als Geld- denn als Gesinnungsfrage. Dabei erschließen sich die großen Ketten einer neuen, gesundheitsbewussten und breitgefächerten Klientel: Studenten, junge Familien, Juppies, Senioren und Singles aus dem Mittelstand. Zwar gibt es keinerlei Belege dafür, dass sich ein Mensch vitaminreicher ernährt, wenn er nur Naturalien mit Biozertifikat zu sich nimmt. Hinsichtlich der Pestizid-Rückstände sieht das jedoch schon anders aus: Die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter Baden Württemberg stellten bei Öko-Gemüse mittleren Pestizidgehalt von 0,009 Milligramm pro Kilogramm fest - konventionelle Proben brachten es auf durchschnittlich 0,4 mg/kg.

Kein Wunder also, dass der Boom nach Bio-Produkten unvermindert anhält und sogar neue Dimensionen erreicht: So kann man bei "eo" Termine für eine Kosmetikberatung vereinbaren oder einen Bio-Urlaub buchen.

Dennoch, ein Großteil der Bio-Produkte wird mittlerweile in Supermärkten und Discountern wie Aldi gekauft. "Bio für alle", nennt Michael Hürther, Europa-Chef von Plus, die Strategie. Die etablierten Bio-Spezialisten bleiben trotz des neuen Wettbewerbs gelassen und hoffen auf zusätzliche Käuferschichten.

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Berichte in Fernsehen und Radio

Bio ist nicht gleich Bio („WAS!", RBB Fernsehen, 22.01.2007)

WAS! vom 22.01.2007

Bio ist nicht gleich Bio

Seit Anfang des Jahres gelten EU- weit für die Anerkennung von Bio- Nahrungsmitteln neue Vorschriften. Jedes Produkt, das selbst nur im Namen den Begriff Bio oder Öko führt, muss auch zu mindestens 95 Prozent aus ökologischem Anbau stammen.

Es gelten damit dieselben Anforderungen wie für Waren, die in Deutschland mit dem inzwischen bekannten 6-eckigen Bio-Siegel ausgezeichnet sind.

Doch Bio-Produkte gibt es mittlerweile nicht nur in Ökoläden, sondern auch in ganz normalen Supermärkten wie Edeka, Reichelt, Plus und Lidl. Woher aber kommen plötzlich all die Bio-Produkte, fragt man sich. Bei einer derart rasant gestiegen Nachfrage ist die Gefahr groß, dass gemogelt wird. Dass auch Bio drin ist, wenn Bio draufsteht, darum kämpfen Großhändler und Erzeuger, um sich nicht von wenigen schwarzen Schafen in der Branche den guten Ruf kaputt machen zu lassen. Und Ökoverbände wie Bioland, demeter oder Gäa werben mit noch strengeren Anbaukriterien für ihre Produkte, als es die EG-Öko-Verordnung für das Bio-Siegel verlangt.

Beitrag von Andreas B. Hewel

www.rbb-online.de

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Livesendung von der LPG Mehringdamm (Radio Miltikulti, RBB, 18.01.2007)

Livesendung von der LPG Mehringdamm als mp3-Datei anhören.

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KLARTEXT
Florian Heckhausen
Telefon: (0 30) 36 46 25 75 oder (01 71) 8 34 86 25

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